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Ibiza & Formentera
(Gottfried Aigner)


Disco-Guide

"not everyone understands housemusic - it´s a spiritual thing, a body thing, a soul thing"

Jedes Jahr Mitte Juni beginnen auf Ibiza die Discotecas aus ihrem Winterschlaf zu erwachen, um den Hype des letzten Jahres ein weiteres Mal in den Schatten zu stellen. Wenn Clubs wie Ministry of Sound, Cream oder Manumission wieder ihre Tore öffnen, strömen aus allen Ecken Europas und sogar den USA die Partypeople auf die Insel, um sich einem neuen, heißen und oft harten Clubbing-Sommer zu stellen. Bei Eintrittspreisen von 3500 bis 8000 Ptas wundert man sich manchmal, wenn man bestimmte Gesichter auch nach mehreren Wochen immer noch nachts vor den langen Schlangen an den Eingängen zu den Tanztempeln wiedersieht. Aber es gibt auch kein vergleichbares Disco-Mekka neben Ibiza, und das ist es so manchem Clubber auch wert, das ganze restliche Jahr die Kohle zusammenzukratzen, um im Sommer auf Ibiza den ultimativen Funk zu erleben.

Es ist kein Zufall, das MTV neuerdings den ganzen Sommer und Herbst ein einziges Ibiza-Special aus seinem Programm macht und die Playlists in bestimmten Sendungen den Eindruck hinterlassen, als hätte sie jemand die Woche zuvor Paul van Dyke oder Laurent Garnier im Amnesia vom Mischpult geklaut. Auf Ibiza wird ein großer Teil der House- und Technonummern erst entdeckt und inzwischen ist die Insel zu einem unverzichtbaren Marketingtool der Plattenindustrie geworden, mit dem neue Titel unters Volk gebracht und Trends ausgelotet werden. Aber es waren nicht die Labels, die zuerst da waren, sondern die Vibes, die die ganze Insel aussendet (nicht nur im Sommer) und die eine ganz eigene Kreativität unter den Musikern entfacht. Lange bevor das Schlagwort "balearic" entstanden war, war genau dieser Stil schon fester Bestandteil der Club-Szene auf Ibiza (auch wenn manche behaupten, balearic wäre schon wieder tot) und noch länger bevor die ersten Cafe del Mar CDs in unseren Regalen standen, hat Jose Padilla schon seine selbstaufgenommen Tapes unter der Ladentheke verkauft (die oft besser waren, als die CDs).

Die großen Discos auf Ibiza unterscheiden sich nicht nur untereinander, was das Ambiente angeht, sondern auch sehr stark von Tag zu Tag, was die Musik und die Größe der jeweiligen Party betrifft. So toben zum Beispiel unglaubliche Menschenmassen im Privilege (ehemals KU), wenn dort Manumission ist, während am gleichen Abend in einer der anderen Discos eine eher "durchschnittliche" Party abgeht. Um ein bisschen auszuloten, welche Party in welcher Disco nicht verpasst werden sollte und welches Ambiente Dir selber vielleicht am meisten zusagt, stellt dieser Discoguide die großen Locations der Insel etwas genauer vor.

Im Menü auf der rechten Seite findest Du eine Liste von A wie Amnesia bis S wie Space...

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